EIN ZOÉ UNTER HOCHSPANNUNG

Die Zukunft des Automobils wird elektrisch oder sie wird gar nicht. Während sich Renault einerseits auf seine Tradition besinnt und am Genfer Salon mit dem neuen Alpine A110 den Erben seiner unvergessenen Berlinette präsentiert, blickt der französische Hersteller gleichzeitig in die Zukunft und zeigt auf seinem Stand eine Studie unter Starkstrom, den Zoé e-Sport Concept.

Das Unikat – er ist schliesslich ein Concept Car – auf Basis eines Serien-Zoé folgte einem Lastenheft, das gemäss Designchef Stéphane Janin dem Motto «Abheben» folgte. Und das Stylistenteam hat eindeutig hingehört und eine Rennversion des Zoé auf die Räder gestellt. Sein Auftritt eines Bodybuilders mischt sich mit den Renntugenden wie überdimensionierter Karbon-Spoiler, glatter Unterboden, Kotflügelverbreiterungen, 20-Zoll-Felgen und Luftaustrittsöffnungen zu einer Einheit zusammen. Auch innen besteht kein Zweifel am Racing-Geist, mit Recaro-Schalensitzen und von FIA abgesegnetem Überrollbügel.

460 PS

Unter der Karbon-Karosserie finden sich die Einflüsse aus drei Jahren Erfahrung, die Renault in der Formel E gesammelt hat. Für die Power sorgen beim Zoé e-Sport gleich zwei Hochleistungs-Permanentmagnet-Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 340 kW oder 460 PS. Zum Vergleich: Das Reglement der Formel E lässt nicht mehr als 270 Pferde zu. Klar, dass der Bolide mit dem Sprint auf 100 km/h kurzen Prozess macht (3.2 s). Der Renner verspricht genauso viel Spass in der Kurve wie auf dem Drag Strip, denn der Allradler sitzt auf einem Stahlrohrrahmen mit doppelten Querlenkern an der Vorder- wie auch an der Hinterachse.

40 kWh

Wie beim Serienwagen, kommen die Elektronen auch bei der Zoé-Studie aus zwei Batterien mit einer Gesamtkapazität von 40 kWh. Und wie in der Formel E sorgt eine Luft-/Wasserkühlung für das thermische Wohlbefinden von Elektronik und Batterien. Ein Element dazu ist der im Bug eingebaute Kühler. Der Zoé e-Sport Concept Car hat kaum Chancen auf eine Serienproduktion, aber er erlaubt uns einen Blick darauf, was die Sportabteilung von Renault in den nächsten Jahren so ausbrüten könnte. 

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