«DIE FAMILIE GIBT ES NICHT»

Beim Thema Familienauto können es sich speziell Full-Range-Anbieter nicht leisten, abseits zu stehen. Ein solcher ist etwa Ford; entsprechend deckt man alle Segmente ab. Wir fragten nach.

Gelöste Stimmung an Bord eines Ford S-Max. © zVg.

Wenn sich eine Automarke entschliesst, Familienautos anzubieten, dann muss dies wohlüberlegt sein. Denn angesichts des potenziellen Marktes können mit einem erfolgreichen Modell hohe Umsätze erzielt werden. Und – fast noch wichtiger – die Konkurrenz ist extrem gross. Dann muss sich ein solches Auto an breiter Front bewähren. Es muss sich dem Urteil von Frauen, Männern und Kindern stellen. Eine härtere Jury als unsere Kleinsten kann man sich wohl kaum ausmalen.

Angesichts dieser Situation ist es für einen Autohersteller unabdingbar, vor der Planung und der Produktion eines für Familien geeigneten Fahrzeugs gründliche Überlegungen anzustellen. Wir versuchten am Europasitz von Ford in Köln (D) herauszufinden, was für Gedanken man sich hierzu macht. Ford bietet mit den Modellen C-Max, Grand C-Max, Tourneo Connect, Grand Tourneo Connect, S-Max oder Galaxy sowie Kuga und Edge mehrere Fahrzeuge an, welche bei Familien beliebt sind.

Individuelle Bedürfnisse

Auf die Frage, was eigentlich für den Hersteller Ford ein Familienauto ausmacht, erhielten wir als Antwort zuerst einen grundsätzlichen Hinweis: «Die Familie gibt es nicht.» Die Marke verweist insbesondere darauf, dass «sich mit dem Alter der Kinder die Ansprüche an ein Auto verändern».

Für Ford ist der Platzbedarf mit Kleinkindern am grössten, wenn noch Kinderwagen, Windeln und Ersatzkleider mitmüssen. Weiter berichten die Ford-Experten, dass für die Kinder zuerst eine gute Sicht aus den Fenstern wichtig ist, dann aber später, als Teenager, sei für sie das Entertainment-System zentral, und sie benötigten USB-Anschlüsse zum Laden der Smartphones.

Verschiedenste Anforderungen

Dann will man auch auf die Wünsche der Eltern eingehen. Diese möchten laut Ford etwa «viel Raum, Sicherheit und einfachen Zugang». Die Marke differenziert bei der Sicherheit auch dahingehend, dass diese, nebst einer stabilen Struktur und Aufprallschutz, auch Assistenzsysteme sowie eine einfache Bedienbarkeit und eine gute Rundumsicht bedeutet.

Ein gutes Fahrwerk sei ebenfalls gefragt, damit es den Kleinen nicht schlecht wird. Gemäss Ford – man arbeite bei Design und Entwicklung eng mit Familien zusammen – sind den Eltern unter anderem sportlich-elegantes Aussendesign, tiefer Verbrauch und geringe Unterhaltskosten wichtig. Grundsätzlich weiss man bei Ford, «dass die gemeinsame Zeit im Auto auch Familienzeit ist».

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